Kategorie: Blog von Johann-Christian
Für und wider: Windows Vista
10. September 2007Das Heft zu Vista ist fertig, nun liest unsere Schlussredaktion die letzten Korrekturen. Zeit für ein paar Gedanken über das neue Betriebssystem. Schließlich habe ich mich mehrere Monate intensiv damit beschäftigt.
Ich gebe zu: Windows Vista ist bunt und macht Spaß. Auch die Vielzahl der mitgelieferten Programme begeistert. Da gibt es neben den üblichen Verdächtigen wie Paint und WordPad
eine Kalendersoftware mit Erinnerungsfunktion (wie in Outlook)- eine wirklich schicke Fotogalerie (die erste, die auch meine Frau sofort begreift!)
- Spracheingabe, die tatsächlich funktioniert (besser als manch kommerzielles Programm)
- noch mehr Spiele, darunter ein 3-D-Schach (in toller Optik)
- ein Mailprogramm namens Windows Mail (der Nachfolger von Outlook Express, mit erweiterten Sicherheitsfunktionen)
Auch die neue Sidebar mit sogenannten Widgets (Mini-Programme) ist keine schlechte Idee. (Die Idee stammt vom Mac. Wie vieles, was irgendwann in Windows Einzug hielt.)
Besonders gefällt mir das Suchen-Feld. Du tippst nur noch auf Start und gibst dann das gesuchte Wort ein. Du möchtest Schach spielen? Tippe Schach. In Sekundenschnelle findest du so das gewünschte Programm bzw. Dokument.
Das neue, peppige 3-D-Design ist sicher Geschmackssache. Ich brauche es nicht - zum Glück kann man auch die klassische Ansicht wählen.
Die Nachteile
Weniger gut hat mir der Ressourcenhunger gefallen. Unter 1 GB RAM sollte man Vista gar nicht erst ausprobieren. Und ein schneller Prozessor ist außerdem Pflicht. Weiterhin unschön: Einige der mitgelieferten Programme, vor allem der Kalender, laufen noch nicht stabil. Außerdem dauert das Verschieben, Kopieren bzw. Entpacken umfangreicher Dateien endlos - mit Windows XP ging das wesentlich schneller. Mit den Bordmitteln von Vista Zip-Archive auspacken? Das kann man gleich stecken lassen. Was mit 7-Zip nun Sekunden dauert, kann sich unter Vista bis zu 45 Minuten und länger hinziehen (kein Witz!). Hier wird dringend ein Service Pack nötig.
Ebenfalls nervig ist die dauernde Bevormundung. Bei vielen Vorgängen meldet sich die sogenannte Benutzerkontosteuerung und fragt, ob man diese oder jene Aktion jetzt wirklich zulassen will. (Wie man diesen Mist - ähem, dieses Sicherheitsfeature - abstellt, erfährst du natürlich auch in meinem neuen Heft Windows Vista leicht und verständlich.)
Außerdem gibt es (derzeit noch) Probleme mit Treibern und mit älteren Programmen. (Zumindest für das letztere Problem halte ich einen Trick parat.)
Fazit:
Windows Vista ist derzeit das ideale System für den privaten Gebrauch: bunt, verspielt, einsteigerfreundlich und mit Spaß- und Suchtfaktor. Profis dagegen bleiben bei Windows XP, das ist schlanker und läuft auch auf älteren PCs erheblich flüssiger.
Hinweis: All’ das, was ich hier beschrieben habe, erkläre ich dir in meinem neuen Heft Windows Vista leicht und verständlich. Wir haben das Heft farbig gedruckt und attraktiv gestaltet. Und ich habe es so kompakt geschrieben, dass auch alte Computerhasen ohne viel Ballast schnell einen Einstieg finden. Soviel vorweg: Die Mausbedienung erkläre ich nicht und endlose Einführungspassagen habe ich mir auch gespart.

Es grüßt sehr herzlich: Johann-Christian Hanke ![]()
